Archiv der Kategorie: Klima und Umwelt

Klimakemp in CZ ein voller Erfolg!

Vom 21. – 25.Juni 2017 fand das erste „Klimakemp“ in der Tschechischen Republik in Horní Jiřetín statt, dort wo das Ziel meiner Biketour im vergangenen Jahr war. Meine Genossin Mici hat im FICKO-Magazin einen großartigen Bericht veröffentlicht, den ich euch unbedingt ans Herz lege. Die transnationale Klimabewegung ist nicht aufzuhalten! Limity jsme my! Ende Gelände! System change not climate change!

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Keep it in the ground Biketour Bericht

Mit dem Fahrrad für Klimagerechtigkeit!

Vom 31. Juli bis 03. August 2016 war ich mit dem Fahrrad unterwegs um ein Zeichen gegen den Klimawandel und Kohleverstromung zu setzen. Die rund 280 km lange Tour mit dem Titel „Keep it in the ground – Biketour“ führte mich durch das Vogtland, Nordböhmen und das Erzgebirge. Mein Ziel war zunächst Horní Jiřetín, ein kleines Städtchen, nahe Litvínov, welches durch den naheliegenden Braunkohletagebau am Fuße des Erzgebirgskamms bedroht ist. Bis dorthin fuhr ich von Plauen über Sokolov und Chumotov. Neben traumschöner Natur, war allerdings immer wieder die Kohleindustrie auf meiner Route zu sehen. Nordböhmen ist ein echtes Kohlezentrum – eine Region wird zum Klimakiller. In Horní Jiřetín traf ich Aktivist*innen der Gruppe Limity jsme my, die mir einiges über die Region erzählen konnten. Das Treffen war nicht nur für die Tour sehr hilfreich, sondern auch für die Zukunft. Ein weiterer deutsch-tschechischer Austausch mit dem Fahrrad ist bereits vorgesehen. Natürlich mit dem Ansinnen ein klares Zeichen zu setzen: Keep it in the ground! Fossile Brennstoffe müssen im Boden bleiben!

Für viele im Vogtland und Erzgebirge ist auf Grund der deutsch-tschechischen Grenze die Kohleindustrie in Nordböhmen weit weg. Der Klimawandel und seine Ursachen darf aber nicht länger hinterm Tellerrand der Leute liegen, sondern muss mitten ins Bewusstsein der Menschen eintauchen. Dies habe ich mit meiner Fahrradtour versucht. Der Klimawandel ist ein Problem, was uns alle angeht.

#cycle4climatejustice #keepitintheground #kohleausstieg #endegelaende #limityjsmemy

Keep it in the ground – Biketour

Keep it in the ground! No borders, no nation, no coalpowerstation!

Hallihallo, Ahoi und Freundschaft! 11062074_1406904096300714_2113148416176704780_n

Ich möchte ein Signal gegen Kohleverstromung und gegen den Klimawandel setzen! Ich bin Pavel (Paul 😉 ), lebe derzeit in Plauen (Vogtland) und fahre gerne Fahrrad. Klima – und Umweltpolitik zählen für mich persönlich neben anderen zu den zentralen Themenfeldern. Die Verwendung fossiler Brennstoffe zur Stromerzeugung muss endlich aufhören, wenn wir den absoluten worst case des Klimawandels („Kipppunkt“) noch abwenden wollen. Dieser „Kipppunkt“ beschreibt einen Punkt an dem die Erde sich soweit erwärmt haben wird, dass wir als Menschheit keinen Einfluss mehr nehmen können um die Situation zu verbessern. Auf Grund der Erwärmung werden Rückkopplungseffekte eintreten, durch die entweder noch mehr Treibhausgase ausgestoßen oder mehr Sonnenstrahlen absorbiert werden. Die Folgen sind Dürren und andere Katastrophen. Schon jetzt sind Millionen Menschen auf der ganzen Welt auf der Flucht, aufgrund des Klimawandels.

Lange Rede kurzer Sinn: Jedes Kilogramm ausgestoßenes Treibhausgas ist eines zu viel und die Braunkohleindustrie ist einer der dreckigsten! Wir brauchen eine echte sozial gerechte Energiewende und ein Ende des (fossilen) Kapitalismus!

Auch wenn es viele in der Region es verdrängen, Braunkohletagebaue und die dazugehörigen Kraftwerke gibt es nicht nur bei Leipzig oder in der Lausitz, sondern nicht unweit vom Erzgebige und dem Vogtland in Nordböhmen befindet sich ein großes Kohlegebiet nahe den Städten Sokolov, Kadan und Most. Die tschechische Braunkohleindustrie ist mächtig. In Deutschland gehört die MIBRAG (Mitteldeutsche Braunkohle AG) zum tschechischen Energiekonzern EPH, der leider auch in Zukunft den Betrieb von Vattenfall in der Lausitz übernehmen wird.12304478_1062409470458463_2196995350799198960_o

Mein Signal gegen die Kohleverstromung soll eine Fahrradtour sein, die ich vom 01. – 04. August im Vogtland, Erzgebirge und Nordböhmen durchführen möchte. Von Plauen soll es über Sokolov und Kadan nach Horní Jiřetín (nahe Most) gehen. Horní Jiřetín soll in geraumer Zeit auf Grund des naheliegenden Braunkohletagebaus abgebaggert werden. Dort möchte ich mich mit tschechischen Aktivist*innen der Gruppe Limity jsme my treffenschließlich gibt es auch dort Widerstand vor Ort. Danach soll es über das Erzgebirge zurück nach Plauen gehen.

Route der Biketour

Route der Biketour

Die Fahrt soll auch als eine Art Spendenfahrt für Ende Gelände dienen, denn ziviler Ungehorsam braucht schließlich auch Ressourcen. Insgesamt sind es bis zum Zielort 180 km und es wäre schön, wenn ihr symbolisch einen Euro pro Kilometer spenden würdet. Natürlich nur so viel ihr möchtet. 😉 *

Du möchtest auch, dass Braunkohle und andere fossile Brennstoffe im Boden bleiben? Du findest auch, dass der Klimawandel ein Problem ist, dass uns alle angeht und erst recht keine nationalen Grenzen kennt? Du fährst gerne Fahrrad? Dann sei dabei und begleite mich! Die Tour wird 4 Tage andauern und es wird auch landschaftlich sehr schöne Stellen geben, wie zum Beispiel den Ohreradweg.

Schreib mir einfach unter pavelfox@riseup.net!

#cycle4climatejustice #keepitintheground #biketour

*Das Geld ist nicht für die Finanzierung dieser Fahrt gedacht, sondern geht ausschließlich und direkt an Ende Gelände.

Braunkohle auf dem absteigenden Ast

Immer noch sucht Vattenfall Käufer für seine fünf Braunkohle-Tagebaue und vier Kohlekraftwerke in den neuen Bundesländern. Die Bieterfrist dafür ist Mitte März abgelaufen. Angebote gab es von den tschechischen Konzernen EPH und Vrsanska Uhelna. Das große Problem für die Branche ist, dass im Moment alle Akteure mit der Braunkohle „Geld verbrennen“. Derzeit sind die Strompreise im Großhandel so niedrig, dass man mit der Braunkohle keine schwarzen Zahlen schreiben kann. Nicht nur rote Zahlen in den Bilanzen, sondern auch die Altlasten, die die Konzerne dazu verpflichten die verwüsteten Landschaften zu sanieren, sorgen dafür, dass Vattenfall massive Probleme hat seine Braunkohlesparte loszuwerden. Selbst wenn in der Lausitz oder anderswo bis 2050 (geplanter Kohleausstieg) weiter gebaggert werden könnte, würde damit kein einziger Euro mehr verdient werden. Die Gewerkschaft IG BCE regt gemeinsam mit dem Stromkonzern Steag eine Stiftung an, wo Geld gesammelt werden soll um den Betrieb bis 2050 zu finanzieren. Wie absurd, wenn man bedenkt, dass das Ende der Braunkohle in Deutschland schon 2025 sein müsste, wenn man sich nach dem Klimaabkommen von Paris richtet. Das Kapital zur Sanierung der Kohlekraftvergangenheit müsste dann entweder von den Stromkonzernen mit neuen Technologien verdient werden oder von den Steuerzahler*innen bezahlt werden. Die Braunkohle hat definitiv keine Zukunft mehr und sollte nicht um jeden Preis so lang wie möglich erhalten bleiben. Braunkohleausstieg jetzt!

 

PS: Der Artikkel entstand schon 2 Wochen vor der Veröffentlichung. Mittlerweile ist EPH als wahrscheinlicher Käufer bekannt.

Klimawandel? Ist doch alles erfunden!!11elf11!1

Gestern wurde im vogtländischen Kreistag über Windkraft debattiert. Während von einer Bürgerinitiative und auch von Grünen betont wurde, dass es nicht um eine Blockade gegen Windkraft gehen soll, haute Dieter Blechschmidt von der CDU (2013 überregional bekannt geworden aufgrund homophober Aussagen in der Öffentlichkeit und der Teilnahme an sogenannten „ExGay-Veranstaltungen“ ) folgenden Satz raus: „Ich glaube nicht an einen menschgemachten Klimawandel.“
Außerdem findet die CDU, dass Windkraft nicht effektiv sei und dass das Vogtland als Touristenregion gefährdet werden könnte.

Bei so viel Schwachsinn der dort bei der CDU im Anzug rumläuft kann man nur noch den Kopf schütteln. Wer jetzt noch CDU wählt, wählt Menschen, die den Klimawandel als erfunden hinstellen. ‪#‎KopfTisch‬